Unsere aktuellen Gemeindeheimatpfleger

Ein herzliches Grüß Gott!

Derzeit sind von der Gemeinde Taufkirchen zwei Gemeindeheimatpfleger bestellt:

Michael Müller

Geboren 1955 in Unterfranken, lebt er mit seiner Familie seit 1998 hier. Bereits seit 2002 engagiert er sich bei den Freunden des Wolfschneiderhofes.
Darüber hinaus ist Michael Müller auch Mitglied der Schützengesellschaft "Fröhlicher Abend" und engagiert sich dort als Salutschütze.
Ferner gehört er der Krieger- und Soldatenkameradschaft und der Nachbarschaftshilfe an.

Beruflich war Michael Müller in verschiedenen Funktionen 30 Jahre beim Landratsamt München tätig, bevor er in seinem "Ruhestand" die ehrenamtliche Aufgabe in der Gemeinde übernahm. Schon gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Vorgänger als Heimatpfleger, Peter Seebauer, befasst er sich mit der Ortsgeschichte.

Besondere Anliegen sind Müller eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Heimatmuseums, der strukturierte Aufbau eines Gemeindearchivs, eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Traditionsvereinen, das Wiederbeleben alter Bräuche und eine aktive Öffentlichkeitsarbeit.

Dr. Dietmar Kunze

Seit November 2025 ist Dietmar Kunze als weiterer Gemeindeheimatpfleger für die Gemeinde aktiv.

Der gebürtige Passauer lebt seit 1991 mit seiner Familie  in Taufkirchen.
Beruflich war er zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching und später bei Privatunternehmen tätig.
Seit er 2022 in den Ruhestand getreten ist, hat er mehr Zeit, sich intensiv mit der Landes-, Heimat- und Eisenbahngeschichte Bayerns und insbesondere des
Hachinger Tales zu beschäftigen.
So kam der Kontakt zur örtlichen Heimatpflege nicht von ungefähr. Als  vor rund zwei Jahren Unterstützung für Führungen, Vorträge und Veranstaltungen im gemeindeeigenen Museum im Wolfschneiderhof gesucht wurde, war Dr. Dietmar Kunze gerne bereit, sich zu engagieren.
Seither übernimmt er regelmäßig Besucherführungen und Präsentationen zu heimatkundlichen Themen. Zusätzlich bietet er einschlägige Vorträge in der Volkshochschule an.

Ebenso engagiert stieg er bei der anstehenden Neugestaltung des Museums ein. Äußerst kompetent und professionell entwickelte er ein durchdachtes konkretes Konzept zur praktischen Ausgestaltung der Museumsräume.
Zusätzlich berät er die Gemeinde bezüglich der weiteren Nutzung von Räumlichkeiten im historischen Bahnhof. Hierzu hat er die inhaltliche Leitung dieses Projekts übernommen.

Mit wissenschaftlich geschulter Akribie recherchiert Dietmar Kunze fortlaufend  im Gemeindearchiv, in kirchlichen, städtischen und staatlichen Archiven, sowie in Bibliotheken und digitalen Sammlungen. Aber auch die praktische Umsetzung nimmt er in die Hand - so konzipierte und gestaltete er die beeindruckende Sonderausstellung "Spurensuche", die Interessierten tiefe Einblicke in die Geschichte des Wolfschneiderhofes und der ehemaligen Bewohnerfamilie Seidl gewährt.

Wir sind stets auf der Suche nach weiteren Heimatinteressierten, die sich in diesem breit gefächerten Tätigkeitsfeld einbringen möchten. Einfach per Mail Kontakt aufnehmen: heimatpfleger@meintaufkirchen.de! Es erwartet Sie eine ungemein bereichernde Freizeitbeschäftigung, bei der Sie selbst über Einsatz und Umfang Ihres Engagements entscheiden.

Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören!

Die Aufgabenbereiche des Gemeindeheimatpflegers sind:

  • Erhalt von Natur und Landschaft
  • Ortsgeschichte
  • Boden-, Bau- und Baudenkmalpflege Brauchtumspflege / Pflege der Volksmusik
  • Sprachpflege
  • Betreuung des Heimathauses, des Heimatmuseums, des Keltenhauses und privater Sammlungen
  • Netzwerkarbeit mit Vereinen
  • Zusammenarbeit mit den Kreisheimatpflegern und anderen Stellen, Institutionen und Vereinen, die mit Heimatpflege befasst sind
  • Archivpflege
  • Öffentlichkeitsarbeit.

Autor: Gemeindeheimatpfleger mm - Juli 2026

Die bisherigen Gemeindeheimatpfleger

Ernst Kistler

Zunächst wohnte Ernst Kistler in Unterhaching, wo er bereits Mitglied des Gemeinderats gewesen war. Nach dem Umzug nach Taufkirchen wurde er schon 1978 auch dort in den Gemeinderat gewählt.
1981 übernahm er das Ehrenamt des Gemeindeheimatpflegers. Beruflich war er Mitarbeiter des Landeskriminalamts.

Aufgrund seiner ausgeprägten Sammelleidenschaft trug er über viele Jahre eine umfangreiche Sammlung land- und hauswirtschaftlicher Einrichtungsgegenstände und Geräte aus dem gesamten bayerischen Oberland, ja gar bis hinein ins Salzburger Land, zusammen.

So kamen Harfenzither zu Fliegenglas, Teeservice zur Nähmaschine, Kutsche zum Dreschflegel, Bügeleisen zum Botschamperl und die Bauchwärmflasche zum Wagenrad sowie die Mistgabel zum Futtertrog.

Zunächst wurden die vielgestaltigen Objekte im gemeindlichen Bauhof in Potzham untergebracht. Doch dort wurde bald der Platz zu eng, so dass Ernst Kistler intensiv nach einer Möglichkeit suchte, ein Heimatmuseum einzurichten.
Dies gelang ihm schließlich gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister, Dr. Walter Riedle. 1983 erwarb die Gemeinde das Anwesen an der Münchener Straße 12, genannt "Wolfschneiderhof".

1985 eröffnete hier Taufkirchen das erste kommunale Heimatmuseum im Landkreis München.

Ernst Kistler gründete mit Gleichgesinnten 1986 den Förderverein und prägte diesen durch sein aktives Engagement über zwei Jahrzehnte lang. Gemeinsam mit seiner Gattin Elfriede kümmerte er sich mit großer Leidenschaft und enormem
Einsatz um das ehemalige Bauernanwesen und die Gestaltung des Heimatmuseums. Den Bauerngrten machten beide zu einem ganz besonderen Schmuckstück. Ernst Kistler wirkte auch bei der Schaffung des Keltenhauses im Sport- und Freizeitpark mit.

Er war ein echter Wertkonservativer, der Werte erhielt, weiter trug und auch selbst authentisch lebte. Er konnte mit seiner humorvollen eloquenten Art Geschichte Zuhörern anschaulich vermitteln.
Gemeinsam mit anderen hat er mit dem Heimathaus ein "Stückerl erlebbare Hoamat" geschaffen.

Die Bürger und auch unser Verein verdanken ihm den Erhalt des Wolfschneiderhofes und unser Heimatmuseum.

 

Peter Seebauer

Er war als Taufkirchener Urgestein bis 2018 Gemeindeheimatpfleger. Von Beruf Lehrer unterrichtete er viele Jahrzehnte am heutigen Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching Biologie und Chemie.

Im gesellschaftlichen Leben seiner Heimatgemeinde war er an vielen Stellen aktiv:

- im Pfarrgemeinderat der Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer
- in der örtlichen Volkshochschule (vhs), die er 1971 mit begründete und 46 Jahre lang als Leiter und Vorsitzender mitgestaltete    und prägte
- im Ortsverband der CSU, dessen Vorsitzender er von 1972 bis 1974 war
- im Gemeinderat, dem er von 1972 bis 2002 angehörte, in dem er zeitweise 3. un d 2. Bürgermeister gewesen ist                                               - in der Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde Meulan, die er mit aufbaute und durch starkes persönliches Engagement mit "Leben und Seele" füllte
- in der Musikschule, die er mit begründete
- als Mitglied der örtlichen Krieger- und Soldatenkameradschaft
- und last but keineswegs least in unserem Förderverein der  Freunde des Wolfschneiderhofes, dessen Gründungsmitglied er
  ebenfalls gewesen ist.

Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwohl erhielt er 2004 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Eine seiner großen Leidenschaften war die Ortsgeschichte, die er in den Jahren seines Ruhestands mit der ihm eigenen Formulierungskunst zu Papier brachte.

Mit großem persönlichen Engagemnet setzte er sich für den originalgetreuen Erhalt des Wolfschneiderhofes, das Heimatmuseum und die Traditions- und Brauchtumspflege im Ort ein.

Peter Seebauer war ein Taufkirchener mit "Leib und Seele", der das Amt des Heimatpflegers im allerbesten Wortsinn "verkörperte".

Autor: Gemeindeheimatpfleger - Nov. 2024