Das Heimatmuseum

Der ehemalige Heimatpfleger Ernst Kistler hat in bewundernswerter jahrzehntelanger ehrenamtlicher Arbeit über im gesamten bayerischen Voralpenland, bis hinein nach Österreich über 1.500 Einrichtungsgegenstände und Gerätschaften aus landwirtschaftlichen Anwesen zusammen getragen.



Sein erstes „Trum“, war, so er selbst: „der Pflug vom Stumpf Ted“. Es folgten unzählige weitere Gegenstände. So kamen Harfenzither zu Fliegenglas, Teeservice zur Nähmaschine, das Bügeleisen zum Nachthaferl und die Bauchwärmflasche zum Wagenrad, die Kuhkette zum Melkeimer, der Käserührer zum Schubkarren und die Mistgabel zum Futtertrog.

Das Heimathaus ist jeden zweiten Sonntag im Monat von 13:00 bis 17:00 Uhr
geöffnet.



Der jetzige Gemeindeheimatpfleger, Peter Seebauer, führt durch die umfangreiche
Ausstellung und berichtet Wissenswertes und auch vieles bisher Unbekannte über den 200 Jahre alten Bauernhof, die damaligen, häufig ausgeprägt kargen, Lebens-verhältnisse und auch über die Geschichte der Gemeinde.

Im Rahmen der Bauarbeiten am Sport- und Freizeitpark wurden Anfang der 90er Jahre Gegenstände ausgegraben, die auf eine keltische Siedlung schließen ließen. An diesem Ort wurde das so genannte Keltenhaus errichtet. 
Der Gemeindeheimatpfleger vereinbart auch hierfür gerne Führungen.


Heimatmuseen – alles andere als museal


Im allgemeinen Sprachgebrauch ist heutzutage der Begriff „museal" meist abwertend besetzt. Viele fühlen sich an verstaubte Ausstellungsvitrinen erinnert. 
Im Gedächtnis haben sich die Bilder vermeintlich ungeordneter Sammlungen einer Vielzahl von merkwürdigen Gegenständen abgespeichert.



Wer von uns hat nicht in seinen Schultagen stink langweilig erscheinende Führungen, verbunden mit langatmigen und einschläfernden Ausführungen erlebt?



Sicherlich hatten viele Initiatoren von Heimatmuseen alten Zuschnitts meist den Anspruch, möglichst viel, wenn nicht „alles herzuzeigen".
Sowohl bei den Besuchern, als auch bei den Trägern solcher Einrichtungen hat sich aber in den vergangenen Jahrzehnten vieles verändert und wahrnehmbar positiv weiter entwickelt.



Auch die Freunde des Wolfschneiderhofes unterstützen den Gemeindeheimat-pfleger intensiv dabei, die Ausstellungsobjekte des Taufkirchner Heimatmuseums zeitgemäß und didaktisch ansprechend zu präsentieren.



Die Heimatmuseen in Bayern betreut und unterstützt die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, deren Fachkompetenz und professionelle Anregungen der Förderverein gerne in Anspruch nimmt.



Die Freunde des Wolfschneiderhofes archivieren und dokumentieren den riesigen Bestand an Sammelobjekten fortlaufend. Daten und Bilder werden digitalisiert, um sie in vielfältiger Weise einsetzen zu können.



Mit neuen Ideen werden immer wieder Neugestaltungen der Präsentation angeregt, unterstützt und umgesetzt. Ziel ist es, „unser Heimatmuseum“ auch in Zukunft zu einer erlebbaren Bereicherung und einem festen Bestandteil des lokalen und regionalen Kulturlebens zu machen.



Die Erfahrung zeigt, dass hierfür zunehmend mehr Mitbürger jeden Alters erreichbar sind, von denen etliche auch bereit sind, sich aktiv einzubringen.


Genau dazu laden wir Sie alle ein:



  • die „Alteingesessenen“
  • die „Neuzugezogenen“
  • die „Schulkinder“
  • die jungen „Erwachsenen“
  • ebenso wie die Vereine und Organisationen am Ort!